20jahrelg

20 Jahre econtur!

Wir bedanken uns bei allen damaligen und gegenwärtigen Freundinnen und Freunden sowie unseren Förderern und Geschäftspartnern!

Die Bildungs- und Sozialforschungsagentur econtur gGmbH – Agentur für nachhaltige Projekte – wurde am 1. April 1996 in Bremen gegründet. Die Gründungsmitglieder und Gesellschafter Hans Stuik, Fritz Heidorn, Andreas Lieberum-Grammel und Manfred Born wollten Beiträge liefern zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft und starteten ihre Non-Profit-Agentur für Bildung als gemeinnützige GmbH an der Ökologiestation Bremen. Das Land Bremen hat die Gründungsphase durch eine Anschubmittel-Finanzierung unterstützt, für die econtur Beratungen und Unterstützungen bei Lokale-Agenda-21-Prozessen in Bremen und in anderen Kommunen, insbesondere in Syke/Niedersachsen, organisierte. Im Jahre 1999 erhielt econtur den Zuschlag für die Trägerschaft des Freiwilligen Ökologischen Jahres im Lande Bremen, das bis zum Jahre 2015 bei econtur angesiedelt war. Für die Anfangsphase haben uns verschiedene Personen beim damaligen Senator für Umwelt unterstützt, besonders Dr. Rita Kellner-Stoll und Gertrud Schumpp.

Die ersten Jahre bei econtur waren der Begleitung und Unterstützung von Lokale-Agenda-21-Prozessen und der Entwicklung von Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung sowie der Entwicklung von Bildungsmaterialien im Auftrag von Bremer Unternehmen wie hanseWasser, Energiekonsens, SWB, Bremer Entsorgungsbetrieben vorbehalten. Später kamen Aufträge aus dem Bundesgebiet hinzu, beispielsweise vom Bundesverband der Volkshochschulen. Im ersten Jahrzehnt war econtur schwerpunktmäßig mit Arbeiten für Bremen und im Bremer Umland beschäftigt, so zum Beispiel bei der Organisation der großen Konferenz „Business and Municipality“, gemeinsam mit der Agentur ecolo, unserer Partnerorganisation im Sustainability Center Bremen.

Im zweiten Jahrzehnt von econtur hatten sich die Arbeitsschwerpunkte erneut verlagert und der Stammsitz wurde in die Innenstadt verlegt. Nun standen sozialwissenschaftliche Forschungsprojekte für das Umweltbundesamt (UBA), Berlin, im Vordergrund, teils in Kooperation mit dem Bundesverband der Umweltzentren in Deutschland, der ANU (Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung, Frankfurt/Main). Der große Schwerpunkt waren die Organisation und Durchführung von zwei großen, mehrjährigen Klimaanpassungsprojekten: „Klimawandel Unterweser“ und „NordWest2050“, beide finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Ab dem Jahre 2008 rückten entwicklungspolitische Programme in den Vordergrund, einerseits der Förderbereich „weltwärts-Bremen“ gemeinsam mit BORDA-Bremen und finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie die Erarbeitung internationaler Gutachten und Studien für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Dabei sind Kooperation mit neuen Partnern in Ländern wie Südafrika, Lesotho, Indien und Indonesien entstanden. Uns freut besonders, dass wir im weltwärts-Bremen Programm nunmehr im neunten Jahr junge Fachkräfte für nachhaltige Entwicklung in BORDA-Projekte zur Abwasseraufbereitung und econtur-Bildungsprojekte ins Ausland schicken und sie bei der Durchführung begleiten dürfen.

Das econtur-Team freut sich über zwanzig Jahre erfolgreiche Projekt-Arbeit zu nachhaltigen Entwicklungen im Bildungsbereich in Deutschland und im Ausland und wird diese mit Engagement fortsetzen. Die aktuellen Gesellschafter(innen) von econtur sind: Sylvia Mlynek, Fritz Heidorn, Karl-Eberhard Heers. Zum Team gehören Birgit Rix (weltwärts-Bremen) sowie weltwärts-Süd-Nord Freiwillige (zur Zeit vier Freiwillige aus Durban, Südafrika und Bangalore, Indien) und internationale Praktikanten.